Bereits vor einiger Zeit hatte ich einmal einen Artikel über Bewegung bei der Konfliktlösung veröffentlicht. Mittlerweile gibt es eine wissenschaftliche Untersuchung darüber, dass Laufen die Kreativität ganz erheblich steigert und das die Steigerung auch zunächst anhält, wenn man sich wieder hinsetzt. Wie die Wissenschaftler Marily Oppezzo und Daniel L. Schwartz von der Stanford University herausgefunden haben, gilt dies vor allem bei der Lösung komplexer Aufgaben.
Was macht das Marketing für Mediation so schwer?
Nach wie vor gibt es mehr Mediatorinnen und Mediatoren als Mediationsfälle. Viele Mediatorinnen und Mediatoren tun sich überhaupt schwer, Marketing für Mediation zu betreiben, obwohl sie für ihre Mediationsausbildung viel Geld hingelegt haben. Es müsste daher doch so viele Multiplikatoren für den Mediationsgedanken geben, dass der Markt nur so brummt.
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Konfliktkosten, das unterschätzte Einsparpotenzial
Viele Unternehmen nehmen Konflikte als gottgegeben einfach hin. Konflikte treten eben auf. Geld in ein wirksames Konfliktmanagement zu stecken erscheint zu teuer. Konfliktkosten treten auch nicht direkt in den Kostenrechnungen und Bilanzen und auch nicht in den Berechnungen der Cotroller auf. Konfliktkosten werden nicht zur Kenntnis genommen.
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Welche Wirklichkeit?
Die Phase der Konfliktdarstellung ist nach der Einleitung die erste richtige Station der Konfliktbearbeitung in der Mediation. Die Mediandinnen und Medianden rhalten nun die gelegenheit, den Konflikt und dessen bisherigen Verlauf aus ihrer jeweiligen Sicht darzustellen und die jeweilig andere Mediandin/Mediand hören zu und sollen (dafür sorgt die/der Mediator/-in) die/den anderen Mediandin/Medianden nicht unterbrechen sondern bis zu Ende ausrecden lassen. Das fällt mancher/m Mediandin/Medianden schwer.
Konfliktkompetenz
Mediation aktuell weist auf ein Interview mit Dr. Timo Müller bei t3n.de über Konfliktmanagement in Unternehmen hin. In der Tat wird die Bedeutung eines Konfliktmanagements in Unternehmen vielfach völlig unterbewertet. Richtig ist, wie Dr. Müller ausführt, dass vielen Mitarbeitern und vor allem Führungskräften Kenntnisse im Umgang mit Konflikten fehlen. Darüber hinaus wird oftmals das Entstehen eines Konflikts als persönliche Niederlage oder als eigener Fehler erlebt. “Konflikte gibt es bei mir nicht!” ist eine immer noch oft gehörte Behauptung, die einer Nachprüfung in aller Regel nicht standhält.
Rechtsberatung in der Mediation?
Bei unserem Mediatorinnen und Mediatorenstammtisch kam gestern die Frage auf, ob oder wie weit die Rechtsberatung durch einen Mediator in der Mediation gehen kann bzw. ob ein extern beigezogener Rechtsanwalt die Medianden beraten kann oder ob er sich der Vertretung widerstreitender Interessen vorwerfen lassen muss.
Zur Mediation verpflichtet?
Drei Fragen zum Perspektivenwechsel
Im Rahmen der Phase der Konflikterhellung in der Mediation spielt der Perspektivenwechsel eine große Rolle. Im Konflikt ist jeder Mediand zunächst der Auffassung, der andere Mediand ist der Verursacher des Problems und eine Lösung setzt voraus, dass sich der andere ändert. Diese Einstellung kann man am besten durch Perspektivenwechsel verändern, das heißt, dass sich die Medianden einmal in den anderen hineinversetzen. Das ist einfacher gesagt (oder geschrieben) als getan. Einen guten Ansatz bietet die Cappucinoblick-Methode (was es mit der seltsamen Bezeichnung auf sich hat, finden Sie hier). Gerburgis A. Niehaus hat Naikan auf die Konfliktarbeit übertragen. Es geht in der Mediation dann um die Beantwortung von drei Fragen: „Drei Fragen zum Perspektivenwechsel“ weiterlesen
Mediation einfach erklärt
Die Sache mit den Vorschlägen
Immer wieder wird die Frage gestellt, ob der Mediator (oder natürlich auch die Mediatorin) im Verlauf einer Mediation eigene Lösungsvorschläge einbringen soll/kann/darf. Der amerikanische Mediator Martin Quinn aus San Francisco hat in einem Artikel auf Law.com doe Frage formuliert: Mediator’s Proposals: God’s Gift to Mediation or a Betrayal? (Vorschläge des Mediators: Geschenk des Himmels an die Mediation oder Verrat?). In den USA wird vielfach Mediation in der Art durchgeführt, dass es lediglich erst eine gemeinsame Sitzung (joint session) zwischen den Parteien gibt und dann in getrennten Sitzungen verhandelt wird, wobeid er Mediaotr zwischen den Parteien hin und her pendelt. Hier greift der Mediator oft durch eigene Vorschläge in die Verhandlung ein. Diese Art der Mediation ähnelt eher den Vergleichsverhandlungen vor Gericht als einer Mediation, wie wir sie bei uns vorfinden. Diese Art der Mediation in den USA hat sich entwickelt, als immer mehr Juristen die Mediation für sich entdeckt haben.


